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Frequenz-Auktion 2010 – beendet

4,4 Milliarden Euro für Deutschlands Kassen

Sie ist endlich vorüber: die größte Frequenzauktion der deutschen Geschichte.
Wer was zu welchem Preis ergattert hat, lest ihr gleich im Anschluss.

Digitale Dividende (die 800 MHz Frequenzen)

Bei der Digitalen Dividende, also dem Frequenzgang bei 800 MHz sind 3 Betreiber zum Zuge gekommen. Die Telekom, Vodafone und o2 haben jeweils 2 Blöcke mit insgesamt 20 MHz dieser Frequenzen ersteigert.
Die Netzbetreiber haben jeweils rund eine Milliarde Euro für ihren Teil der digitalen Dividende ausgegeben, die sich aber durchaus lohnen werden. Zwar gibt es in Verbindung mit den 800 MHz Frequenzen eine Ausbauverpflichtung für ländliche Gebiete, doch durch die niedrige Frequenz braucht es nur wenig Funkstationen im Vergleich zum derzeitigen UMTS auf 2100 MHz.

1,8 GHz Frequenzen

Jetzt kommt E-Plus ins Spiel, die für ca. 40 Millionen Euro zwei konkrete Blöcke á 2×5 MHz erwerben, welche vermutlich zum erweitern der GSM-Kapazitäten genutzt werden. Die restlichen 3 Blöcke, also insgesamt 30 MHz, hat die Telekom für rund 60 Millionen Euro erworben. Die Telekom wird höchstwahrscheinlich LTE auf ihren 1,8 GHz Frequenzen einsetzen, insbesondere in der Stadt oder in Gebieten, wo die Kapazität der 800 MHz Frequenzen nicht ausreicht, sind diese Kapazitäten dringend notwendig.

Frequenzen um 2 GHz

Dies sind unter anderem die von Quam und Mobilcom zurückgegebenen Frequenzen aus der UMTS-Auktion vom Jahre 2000. Hier konnte Telefonica o2 für einen Preis von rund 80 Millionen Euro rund 30 MHz Frequenzspektrum erwerben. Vermutlich wird o2 damit LTE realisieren, es ist aber auch möglich, dass o2 Teile der 2  GHz Frequenzen zur Kapazitätserweiterung seines bestehenden UMTS-Netzes nutzt. E-Plus hat rund 190 Millionen Euro für 20 MHz in diesem Frequenzbereich bezahlt und wird mit Sicherheit sein bestehendes UMTS Netz damit erweitern. Auch Vodafone konnte einen Block á 2×4,95 MHz im 2 GHz Bereich erwerben, ebenfalls zum Erweitern seiner UMTS-Kapazitäten.

Frequenzen um 2,6 GHz

In diesem Bereich war genug Spektrum vorhanden, um alle Anbieter zufrieden zu stellen. Telefonica mit o2 hat 50 MHz erworben, davon 4 gepaarte Blöcke á 2×5 MHz und 2 ungepaarte Blöcke á 5 MHz. Die Telekom hat 45 MHz ersteigert, davon 4 Blöcke zu 2×5 MHz und einen zu 1×5 MHz. Vodafone konnte im 2,6 GHz Bereich am meisten erwerben, so gelang es den Düsseldorfern, 4 Blöcke á 2×5 MHz und 5 Blöcke á 5 MHz zu kaufen – insgesamt 65 MHz. E-Plus muss sich mit lediglich 30 MHz zufrieden geben – genug, um ein leistungsfähiges LTE-Netzwerk aufbauen zu können!

Fazit: Die Erlöse blieben mit 4,4 Mrd. Euro weit unter den Schätzungen von Analysten, diese hatten mit 6-8 Mrd Euro für den Fiskus gerechnet. Erwartungsgemäß verlief dagegen das Bieterrennen um die begehrten 800 MHz Frequenzen: wie von vielen Branchenkennern im Vorfeld bereits orakelt, hatte E-Plus hier letztendlich keine Chance, sich gegen die drei finanzkräftigen Konkurrenten durchzusetzen. Das kann man positiv und auch negativ sehen: auf der einen Seite sind mit den 800 MHz Frequenzen natürlich Ausbaubedingungen verknüpft, die erhebliche Investitionen seitens der Anbieter nötig machen. Auf der anderen Seite wird es in Zukunft so sein, dass nur o2, Telekom und Vodafone ein flächendeckendes LTE-Netz in Deutschland haben werden – E-Plus hat mit den wesentlich schlechteren Frequenzen absolut keine Chance, ein ansatzweise flächendeckendes Netz aufzustellen.

Anders sieht es hingegen im städtischen Bereich aus: Hier haben alle Anbieter gleiche Chancen, denn die Sendestationen stehen sehr dicht beieinander und das LTE-Netz wird höchstwahrscheinlich im 2,6 GHz Bereich aufgebaut. Der Kunde wird in diesem Bereich vermutlich auch von wesentlich höheren Geschwindigkeiten als auf dem Land profitieren können.

Wir dürfen alle also schwer davon ausgehen, dass dem Ausbau des LTE Netzes kaum mehr was entgegen steht und die Anbieter bereits in den Startlöchern stecken, um loszuspurten.

Quelle: maxwireless, teltarif und Bundesnetzagentur

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